Vielfalt leben - Leistung einbringen - Wertschätzung erfahren

Wie wir zu dem geworden sind, was wir sind

Von Gründungstagen an war die Holocaustdidaktik ein wichtiger Schwerpunkt der schulprogrammatischen Arbeit. Die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen, zahlreiche Projekttage und nicht zuletzt die Schulpartnerschaft mit der Hayovel Junior High School in Mewasseret Zion/Israel wurden mit den Auszeichnungen als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sowie als „Schule der Zukunft“ geehrt und ebneten so den Weg zur Fritz-Bauer-Gesamtschule.
Insbesondere der jährliche Projekttag zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Indem sich die Schülerinnen und Schüler regelmäßig aktiv für die Zukunft erinnern, tragen sie dazu bei, dass die  Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit gerät und sich so etwas auch in Zeiten von Terror und neu aufkeimenden nationalistischen Tendenzen nicht wiederholen kann. „Die aktive Auseinandersetzung mit der  Vergangenheit soll den Kindern und Jugendlichen Einsichten in die Geschichte des Holocaust vermitteln. Essentiell sei hierbei die Beschäftigung mit Menschen, die Widerstand leisteten.
Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst werden, dass auch in scheinbar ausweglosen Situationen  Handlungsmöglichkeiten verbleiben, sich seinem Schicksal entgegenzustellen, fasst der didaktische Leiter Alexander Clémeur das Konzept zusammen. So werden die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt, zu selbstbewussten und kritischen Teilnehmern unserer Gesellschaft zu werden  ̶ ganz im Sinne von Fritz Bauer, der mit seinem Reformwillen immer wieder auf Widerstand stieß und dessen Hoffnung deshalb der Jugend galt.
Das große Interesse der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass sie sich engagieren möchten, für ein Leben in Vielfalt und Toleranz.

An unserer Schule lernen Kinder mit ganz unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnissen aus vielen Ländern der Welt. Ihnen gerecht zu werden, sie zu fördern und zu fordern, erfordert nicht nur Ausdauer, Einfühlungsvermögen und Durchsetzungsfähigkeit, sondern auch einen gemeinsamen Rahmen, in dem dies möglich wird.
Unsere Schulverfassung zeigt die Grundlagen unserer Arbeit auf, das Schulprogramm  gibt einen generellen Überblick über die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen, deren Umsetzung in der Schulbroschüre veranschaulicht wird.
So vielfältig wie die Schülerinnen und Schüler sind auch die zahlreichen Angebote im Ganztagsbereich. Ob Gärtnern im Schulgarten, dem „grünen Klassenzimmer“, Recherchieren für die Schülerzeitung oder spannende Bücher im „Lesereich“, unserer Schulbücherei, entdecken – hier ist für jeden etwas dabei.
Dabei schauen wir über den Tellerrand hinaus: Seit 2014 nehmen wir am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil und sind Teil verschiedener Netzwerke.